Etwas verspätet: Hinter Fukushima versteckte Nachrichten

Habe das Bloggen jetzt länger schleifen gelassen. Eine Sache, über die ich eigentlich schreiben wollte war: Was passierte an dem Wochenende von dem Erdbeben in Japan noch so in der Welt? Ein solches Ereignis ist ja immer eine Super Möglichkeit Dinge zu tun, die normalerweise ein Skandal wären.  Denn ein großes Medienereignis wie dieses ist die perfekte Gelegenheit etwas einzusetzen, dass man Burying nennt. Man verbuddelt etwas unter einen Großereignis.

Am Freitag war die Katastrophe. Manche waren sehr schnell. Schon in der Nacht von Freitag auf Samstag wurde in Tschechien (ich betone: ein EU Mitgliedsstaat!) das Büro eines Fernsehsenders von einen Kommando der Militärpolizei mit Maschinengewehren (!!!) durchsucht. Ein Journalist des Senders hatte über Korruption beim Militär berichtet.  Grund war der „Verdacht der Weitergabe geheimer Dokumente“. Zum Glück kamen sie damit nicht durch und der Chef der Militärpolizei wurde gefeuert.

Am Samstag kam das Urteil, dass Twitter die Daten der 637.000 (!) Follower des WikiLeaks-Accounts den USA geben muss. Hab ich ja schonmal drüber geschrieben. Es ist in meinen augen ein riesiger Skandal, wenn die USA sich die Daten von so vielen Menschen krallt, die nichts anderes getan haben, als Wikileaks gut zu finden.

Nebenher erobert Gadaffi fröhlich „sein“ Land zurück und lobt später Deutschland für seine zögerliche Haltung.

Am Sonntag haben alle verstanden, dass jetzt die beste Gelegenheit ist böse Dinge zu tun.  Israel erlaubt mal kurz neuen Siedlungsbau,  die arabischen Königshäuser unterstützen sich beim Demonstranten verschlagen gegenseitig und Frankreich will die Passwörter (!!!) von jedem Internetnutzer speichern.

Wieviel habt ihr davon mitbekommen? Und das war nur der Teil, der einfach zu finden war.

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Eine Antwort zu Etwas verspätet: Hinter Fukushima versteckte Nachrichten

  1. crisismaven schreibt:

    „Wieviel habt ihr davon mitbekommen?“ – Nix. Danke …

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