Bizarre Art der Sklavenhaltung

Der Guardian schreibt in China müssen Gefangene in 12 Stunden Schichten, neben ihrer üblichen Zwangsarbeit in Steinbrüchen, im Tiefbau oder in Fabriken auch am Computer in Onlinespielen wie World Of Warcraft arbeiten. Dort müssen sie virtuelle Goldtaler erwirtschaften, die dann für echtes Geld an westliche Spieler verkauft werden, die sich damit tolle virtuelle Dinge kaufen können. Auf gulli steht dazu:

Ein ehemaliger Gefangener im Umerziehungs-Straflager Jixi in der Provinz Heilongjiang berichtet, dass dort bis zu 300 Sträflinge in 12-Stunden-Schichten vor dem Computern säßen, was den Aufsehern täglich mehr als 500 Euro einbrächte. Das Goldfarmen sei eine Zusatzstrafe zur harten körperlichen Arbeit und dem Auswendiglernen und Rezitieren kommunistischer Schriften; wer nicht genügend erwirtschafte, werde geschlagen und auf andere unmenschliche Weise bestraft. Er selbst, so der Berichtende, sei zu drei Jahren Umerziehungs-Zwangsarbeit verurteilt worden, weil er versucht hatte, Korruption an die Zentralregierung zu melden.

Gegenwärtige Annahmen gehen davon aus, dass der jährliche Virtualgold-Export Chinas einen Wert von einer Milliarde Euro deutlich übersteigt.

Was soll man da noch sagen?

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