Dies und Das (4)

So mein Trip durch den Osten war sehr cool, bin jetzt wieder in vertrauten Gefielen. Nach dieser längeren Abstinenz habe ich einiges nachzuholen.  Folgendes aus dem letzten Monat finde ich erwähnenswert:

*Nutzer von kino.to gehen überdurchschnittlich oft ins Kino.

*Obamas Ermordung zu fordern fällt in den USA unter freie Meinungsäußerung.

*In Mexiko schlossen sich Fundichristen und Drogenbosse zu einen „Templer Kartell“ zusammen.

*Japaner haben einen Elektromotor entwickelt, der keine seltenen Erden braucht. Über seltene Erden und ihre Problematik, habe ich ja bereits gebloggt.

*In Israel gibt es gerade Massenproteste. Aber irgendwie berichtet nur  Al Jazeera drüber.

*Was ist der gefährlichste Job der Welt? Bombentaucher? Söldner? Der Proktologe von Brüderle?   Nee! Iranischer Kernphysiker! Die sterben nach und nach alle unter mysteriösen Umständen weg.  Was man bei der Israel-Iran Problematik nicht vergessen sollte: Wenn der Iran eine Rakete abschießt, hat Israel 8 Minuten Zeit (hab ich gehört) zu reagieren, bis sie einschlägt. Andersherum natürlich genauso. Das man in so einer Situation dauernd nervös ist, ist verständlich. Im Kalten Krieg hätten die Amis, wenn sie erführen, dass die Russen Raketen abschießen genug Zeit eine Weltuntergangsparty zu organisieren, zu feiern und wieder aufzuräumen.  Da hat Israel einen deutlich kleineren Spielraum. Trotzdem ist es schon rein propagandatechnisch nicht klug jemanden vor seinem Kind zu erschießen.

*Weißrussland will „organisierte Untätigkeit“ unter Strafe stellen.  Zuvor würde schon jemand wegen Klatschen festgenommen, mittlerweile treffen sich die Regimegegner nur noch einfach so, ohne irgendetwas zu machen. Das soll jetzt auch verboten werden.

*Ungarn Regierung will die Vorgängerregierung ins Gefängnis bringen, weil sie so viele Schulden gemacht hat. Dafür soll ein Gesetz geschaffen werden, das auch rückwirkend angewendet werden kann. Nochmal zur Erinnerung: Wir sprechen hier von einen EU Mitglied!

*Portugal hat jetzt seit 10 Jahren den Konsum von allen Drogen (für den Eigenbedarf) legalisiert. Stattdessen wird den Menschen individuelle Hilfe angeboten, wenn sie das wollen. Der Effekt: Weniger Schwestabhängige und riesige Einsparungen im Justizwesen. Sonst sind die Zahlen ähnlich wie in jeden anderen EU Land.

Man hält es für gut, dass Drogenkonsumenten nicht mit der Polizei, den Gerichten oder gar dem Strafvollzug in Berührung kommen, sondern mit Experten, die den persönlichen Fall betrachten und aus einem Maßnahmenbündel entscheiden können. Das Kalkül scheint aufzugehen: Therapiebedürftige Dauerkonsumenten werden durch die CDTs an soziale Einrichtungen vermittelt, die vielen Gelegenheitskonsumenten aber, beispielsweise von Cannabis, werden in Ruhe gelassen. Rund 68 % aller vor den CDTs landenden Fälle werden eingestellt.

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